DIE LEHRE DER BIBEL 7 - Apostolische-Sendungskirche

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DIE LEHRE DER BIBEL 7






DIE LEHRE DER BIBEL 7

Die Lehre der Bibel.7:
Lektionen 15 und 16:
15:
DIE AUFLEGUNG DER HÄNDE:

Was der Kopf denkt und der Mund spricht,- wird oft von den Händen ausgeführt.

Die Hand ist ein wichtiger Korperteil. Man spricht von trägen, schlaffen Händen, von fleißigen und milden Händen, von reinen und besudelten Händen und von den segnenden und machtigen Händen Gottes.

Bei den Juden gab es viele Waschungen. Daß man nach äußerlicher Reinheit strebt, ist lobenswert und fördert die Gesundheit, aber von größerer Wichtigkeit ist die innerliche Reinheit, die Reinheit des Herzens.

Was nur äußerlich ist, kann uns die Seligkeit nicht geben.Die Pharisäer und Schriftgelehrten hielten gewissenhaft die Satzungen der Alten. Sie sagten, daß das Essen mit ungewaschenen Händen ebenso sündig sei, wie das betreiben von Hurerei und daß derjenige, der solches tat, vertilgt werden sollte. Mt.15,20.; Mk.7:2

Was wir in den Händen tragen, können wir leicht verlieren "Ich stelle meine Seele in meine Hand", heißt dem "Biblischen Wortenbuch", Zellers zufolge: "Ich setze mich einer sehr Offensichtlichen Lebensgefahr aus." Richter 12,3.; 1.Sam. 19,5. und 28,21; Hiob 13,14.

Der Ausdruck "Ich trage meine Seele stets in meinen Händen", heißt: "Durch die vielen Gefahren, die mich umringen, verfahre ich sehr vorsichtig, als ob ich ein sehr zerbrechliches Gefäß in meinen Händen trage."

Anderen Auslegungen nach heißt dies: "Ich muß, wie ein Soldat im Kriege, immer auf den Tod vorbereitet sein."

Wir lesen in 1.Mose 48,17-21, daß Jakoß seine Rechte segnend auf Ephraims Haupt legte und Seine Linke auf das Haupt Manasses. Der Kopf ist der wichtigste und edelste Teil des Korpers.

Noch während des Lebens Moses wurde auf dessen bitte Josua von Nachfolger Moses eingesetzt. Durch die Handauflegung Moses wurde Josea seinem Amt geweiht. 4.Mose 9 ~7 18.23.

Laut 4.Mose 8,10 wurden die Leviten von Gott dazu bestimmt, anstatt aller Erstgeborenen, Seinen Dienst in der Stiftshütte zu erfüllen. Dazu wurden sie vom Volke Israel ausgesondert. Dies erfolgte, indem die Kinder Israel ihre Hände auf die Leviten legten.

Laut 2.Mose 29,10.15 und 3.Mose 4,24 und 16,21 mußten die Hände auf Opfertiere gelegt werden, wodurch die Schuld der Menschen auf das Tier gelegt wurde.

Laut 3.Mose 24,14 mußten Flucher durch Steinigung getötet werden. Diejenigen, die den Lästerer hatten fluchen hören, mußten als Vertreter des Völkes die Hände auf den Flucher legen. Darin liegt der Gedanke, daß das ganze Volk durch die Gotteslästerung eines Menschen schuldig war und daß durch die Auflegung der Hände alle Schuld auf den Gotteslästerer gelegt wurde.

In .Mose 6,22-27 lesen wir den Auftrag des Herrn, durch Mose an Aaron und seine Söhnen gegeben, bezüglich des Segens, welchen sie über die Kinder Israels aussprechen sollten, obwohl dies nicht erwähnt wird, müssen wir annehmen, daß die Priester beim Aussprechen dieses Segens ihre Hände segnend aufgehoben haben. Bis zum heutigen Tag wird dieser Segen von den Nachkommen Aarons in den Synagogen der Juden mit Auflegung der Hände ausgesprochen, nachdem sie ihre Schuhe ausgezogen und die Hände gewaschen haben.

Die Kanne, aus der das Wasser über ihre Hände gegossen wird, und die Schale, über der dies geschieht, bilden oft einen alten und kostspieligen Besitz der Synagoge, der manchmal aus einer fernen Vergangenheit als ein Geschenk zu ihr gekommen war.

Es gibt prachtvolle Exemplare solcher Schalen und Kannen. Der Vorsänger der Synagoge liest dem Priester oder den Priestern den Segen Wort für Wort vor, worauf der--oder die--Priester das vorgelesene Wort ausspricht--aussprechen.

Der Segen lautet:"Der Herr segne und behüte dich; der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig; der Herr erhebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden." 4.Mose 6, 24-26.

Die heutigen Juden sind nicht nur aus den Stämmen Juda und Benjamin. Es gibt einige jüdische Familien, die meinen, ihren Stammbaum bis auf David zurückführen zu konnen. Übrigens kann keiner sagen, zu welchem Stamm er oder sie gehört, ausgenommen diejenigen, die zum Stamme Levi gehören.

Die Nachkommen Levis und Aarons sind dieser alten Herkunft absolut gewiß; auch wenn sie keine Aufzeichnung bezüglich ihrer Herkunft besitzen. Die Priester heißen bei den Juden "Kohaniem", das Einzelwort ist "Kohen" Kohn.

Die Kohaniem sprechen den Segen über die Gemeinde aus, der in 4.Mose 6,24-26 aufgezeichnet worden ist. Dies geschieht heutzutage in den meisten jüdischen Gemeinden an den Festtagen, in einigen auch am Sabbat. Sie stellen sich dazu auf den Almemor, das ist die Erhöhung vor der heiligen Arche, das Antlitz der Gemeinde zugewandt und heben dabei die Hände segnend auf. Es ist undenkbar, daß sich je ein "Nicht-Kohn" zur "Almemor" begeben würde.

Jede jüdische Gemeinde kennt ihre Kohaniem und auch ihre Leviten. Werden die Kohaniem in den Synagogen aufgerufen, so kommt hinter ihren Namen immer der Titel "Hakohen", d. h. Nachkomme Aarons.

Und diese geschlechtliche Hinzufügung steht auch in allen Registern und Akten, von alters her bis heute.Dies gibt ebenfalls für die Söhne aus dem Levitenstamm. Aus dem Buche:"Jüdische Riten und Symbole" verfaßt von Rabbiner S.Ph. de Vries Mzn zu Haarlem

In Mt. 19.13-15 finden wir erwähnt, daß Christus Kinder mit Auflegung der Hände segnete. Mit Auflegung der Hände heilte der Heiland Kranke. Mk. 6,5.; Lk, 4,40., 13,12.13.

Laut Markus 16,16-18 mußten die Diener des Herrn in der Nachfolge und im Auftrag ihres Senders auf Kranke ihre Hände legen und sie so von ihren Krankheiten befreien.

Mit Auflegung der Hände gibt Christus durch Seine Apostel den Heiligen Geist und dessen Gaben, laut Apg. 8,14-18 und 19,6,.

Laut Apg. 6,6 empfingen einige Brüder das Amt eines Diakonen,- zum Diakonenamt,- wird man nicht durch einen Propheten berufen, sondern von der Gemeinde gewahlt, wie beschrieben in der Apostelgeschichte 6, und erhält vom Apostel den Segen zu diesem Dienst durch das Gebet und die Auflegung der Hände der Apostel.

In 1.Tim. 4,14 wird der Evangelist Timotheus ermahnt, die Gabe, ihm gegeben durch Weissagung mit Handauflegung der Ältesten, nicht unbeachtet zu lassen; und in Kap. 5,22 wird er ermahnt, niemand die Hände voreilig aufzulegen. Die Handauflegung soll daher nach ernster Überlegung und Vorbereitung erfolgen.

Wenn Kranke die Handauflegung bekommen. kann dies zugleich geschehen mit der Salbung, wobei heiliges Salböl verwendet wird. Dann wird die Stirn des Kranken im Namen des dreimalheiligen Gottes mit geweihtem Salböl bestrichen. Jak. 5,14.15., Mk. 6,13.
16:

GABEN NACH VERHEISSUNGEN IM
ALTEN UND NEUEN TESTAMENT


Angesichts der Seinen ging Christus einst zum Himmel. Zehn Tage später gab Er den verheißenen Heiligen Geist und dessen Gaben.

Psalm 68,9 weissagt diese beiden Ergebnisse. Dieser 68 Psalm wurde wahrscheinlich anläßlich des Hinaufbringens der Bundeslade von David nach Jerusalem verfaßt; dieses Geschehnis finden wir in 1.Chr.15,15-28 beschrieben.

Vers 28 lautet: "Also brachte das ganze Israel die Lade des Bundes des Herrn hinauf mit Jauchzen, Posaunen, Trompeten und hellen Zimbeln, mit Psaltern und Harfen."

Das Hinaufbringen der Arche--Bundeslade--von David versinnbildlicht die Himmelfahrt Christi, der um unseretwillen vorübergehend in Knechtsgestalt auf Erden gewohnt hat.

Psalm 68 ist ein Siegeslied zu Ehren Jehovas, der über all Seine Feinde siegt. Jedoch erst durch die siegreiche Erhöhung unseres gekreuzigten Heilandes kam der größte und herrlichste Sieg Gottes über alle widerstrebenden Mächte Kol. 2,15.

Als später der Tempel von Salomo erbaut worden war, wurde die Bundeslade endgültig in das Allerheiligste des Tempels gebracht. l.Kon.8,6.

Christus kam nach Seiner Auffahrt in das Heilige, das nicht mit der Hand gemacht ist. Hebr. 9,11.12.

Der Apostel Paulus bezieht sich in Epheser 4,8 auf Psalm 68, mit dem Unterschied, daß in Psalm 68 steht, daß Gott Gaben für die Menschen empfangen hat, während Paulus schreibt, daß Christus den Menschen Gaben gegeben hat. Im Psalm 68 liegt der Gedanke. daß ein siegender König von denjenigen, die er geschlagen hat, Gaben entgegennimmt. Ein siegender König nimmt jedoch oft Gaben entgegen, um sie ganz oder teilweise denjenigen auszuteilen, die in Seinem Dienst gestritten haben und durch deren Anstrengung und Tapferkeit der Sieg errungen wurde.

Laut Eph.4,11, hat Christus zuerst das Apostelamt gegeben.

Schon während Seines Lebens hier auf Erden berief Er Männer zu Aposteln, die Er nach Seiner Himmelfahrt mit der Kraft des Heiligen Geistes ausrüstete. Danach berief Christus durch den Heiligen Geist Männer zu Propheten.

Ferner berief Er durch den Heiligen Geist Männer zum Evangelistenamt und schließlich zum Hirtenamt, um das Reich der Finsternis zu bekämpfen und um zur Vervollkommnung zu gelangen.

In Jesaja 6,1 lesen wir, daß Jesaja das Vorrecht zuteil wurde, den Herrgott zu sehen, der auf einem hohen und erhabenen Stuhl saß und Sein Saum füllte den Tempel.--Dies sah Jesaja im Sterbejahr Usias, des Königs von Juda, der von Gott mit Aussatz bestraft wurde, weil er im Tempel den priesterlichen Dienst versehen wollte. 2.Chr.26,16.

Der Thron Gottes ist sehr erhaben über alle Throne.

Im Psalm 89,15 lesen wir: "Gerechtigkeit und Gericht ist deines Stuhles Festung; Gnade und Warheit sind vor deinem Agesicht."

Der Saum des Herrn füllte den Tempel.

Laut Psalm 104,2 bedeckt der Herrgott sich mit dem Licht wie mit einem Kleide. Das Kleid des Herrn ist demnach Licht. Daß der Saum des Herrgottes den Tempel füllte, zeigt, daß Er mit Seinem Licht darin wohnen wollte. Der Tempel ist das Bild der Kirche Christi, in der Er mit Seinem Lichte, das aus Seinem Wort und Geist strahlt, wohnen wollte. Im Evangelium Mt.9,20, lesen wir, daß das Anfassen des Saumes des Kleides des Herrn Jesu Kranke heilte.

Laut Jesaja 6,2 sah Jesaja über dem Herrgott Seraphim stehen, die je sechs Flügel hatten. Mit zwei Flügeln flögen diese Seraphim, mit zwei deckten sie ihr Antlitz und mit den zwei anderen ihre Füße.

Das bedecken des Antlitzes und der Füße ist im Osten das Zeichen der Ehrfurcht. Die Seraphim flögen um das Haupt des Herrgottes und bildeten wahrscheinlich einen Kranz.

Die Seraphim riefen sich zu: "Heilig, heilig, heilig, ist der Herr Zebaoth, alle Lande sind seiner Ehre voll"

Als Jesaja, der etwa 700 Jahre vor Christi Geburt lebte, dieses Gesicht empfing, war die Dreieinigkeit Gottes noch nicht den Menschen offenbart worden. Dieses Singen der Seraphim, das die Kirche später übernommen hat, ist also eine prophetische Anweisung der neutestamentlichen Zeit, während welcher Gott sich offenbart als Vater, Sohn und Heiliger Geist.

Die Seraphim können wir betrachten als Typen der Diener Christi, die Er gesandt und geheiligt hat zu Seinem Dienst, Seiner Anbetung und Verherrlichung.

In Jesaja 32 finden wir die Weissagung bezüglich des Kommens Christi und dessen heilsamer Regierung, sowie die Weissagung, daß Er Amtsträger geben und Seinen Geist ausgießen wird aus der Höhe.

Dieses Kapitel fängt an: "Siehe, es wird ein König regieren, Gerechtigheit auszurichten, und Fürsten werden herrschen, das Recht zu handhaben".

Es ist König Jesus, der König der Könige.

Die Fürsten sind Seine Diener, die von Ihm durch den Heiligen Geist berufen worden sind. Hebr.5,4.

Christus ist der König Seiner Kirche und der Herr Seiner Gemeinde und als solcher sendet Er Seine Diener, die Herrschen müssen nach dem Rechte, also nach Seinen Geboten.

Der Übersetzung Otto Gerlachs nach lautet Jesaja 32:2,:"Daß jeder von ihnen sein wird als einer der vor dem Winde bewahrt, und als einer der verbirgt vor dem Platzregen, wie Wasserbäche am dürren Ort, wie der Schatten eines großen Felsen in einem trockenen Lande".

Diese Worte erinnern uns an Eph.4,14: "auf daß wir nicht mehr Kinder seien, und uns bewegen und wiegen lassen von allerlei Wind der Lehre durch Schalkheit der Menschen und Täuscherrei, womit sie uns erschleichen, uns zu verführen."

König Jesus wirkt auf Erden durch Seine Diener, und durch sie bewahrt Er vor dem Winde u.s.w.

In guter bedeutung ist Wind das Bild des Heiligen Geistes. Der Wind des Heiligen Geistes hat eine reinigende und erquickende Wirkung.

Wind kann jedoch auch das Bild eines unheiligen Geistes sein, falscher Geister oder Lehrsätze. Wir müssen uns nicht bewegen und wiegen lassen von allerlei Wind der falschen Lehre, durch Täuscherei der Menschen gezeugt.

Solche Leute gab es auch in den Tagen des Paulus der im 1.Tim.6.3-5 über sie geschrieben hat: "So jemand anders lehrt und bleibt nicht bei den heilsamen Worten unseres Herrn Jesu Christi und bei der Lehre, die gemäß ist der Gottseligkeit, der ist aufgeblasen und weiß nichts, sondern hat die Seuche der Fragen und Wortkriege, aus welcher entspringt Neid, Hader, Lästerung, böser wohin, Schulgezänke solcher Menschen, die zerrüttete Sinne haben und der Wahrheit beraubt sind, die da meinen, Gottseligkeit sei ein Gewerbe.Tue dich von solchen!"

Christus sendet Seine Diener aus, um die Menschen zu bewahren vor allerlei falschen Geistern und Lehrsätzen, und sie zu erfüllen mit der Erkenntnis der Gottseligkeit.

Der Teufel hat ebenfalls Diener, die nicht sprechen und herrschen nach dem Rechte Gottes, und deren Mund also Betrügerei spricht.

Der Apostel Paulus hat diese Verführer in seiner Zeit entlarvt, so daß er dadurch Jesaja 32,5 erfüllt hat: "Es wird nicht mehr ein Narr Fürst heißen,- noch ein Geiziger Herr genannt werden"

Die falschen Lehrer sind geizig nach den Seelen der Menschen; "Und des Geizigen Regieren ist eitel Schande; denn er findet Tücke zu verderben die Elenden mit falschen Worten, wenn er des Armen Recht reden soll"--Vers 7--, Diese Worte stimmen überein mit denen von Paulus, vorhergehend erwähnt.

Vers 8 sagt:"Aber die Fürsten werden fürstliche Gedanken haben und darüber halten"

Mit anderen Worten:"Aber die Edlen werden edle Gedanken haben und bestehen auf dem, was edel ist." Von Gerlach.

Nur durch den Glauben an Christi Wort, das dessen Diener predigen, werden die Menschen bewahrt bleiben vor der Flut der Gottlosigkeit und falscher Lehrsätze.

Gott hat durch Jesaja verheißen, daß jener Mann--Christus--ist wie die Wasserbäche am dürren Orte und wie der Schatten eines großen Felsen im trockenen Lande.

Viele gibt es, die sich von Gott und dessen Gebote abwenden, wodurch sie sich in einem Zustand geistlicher Dürre und Trockenheit befinden.In ihrer Mitte leben die Kinder Gottes, für welche der Heiland in und durch Seine Diener und in den Gaben des Heiligen Geistes ist wie Wasserbäche.

Klares, reines Wasser ist ein Sinnbild der reinen Lehre des Evangeliums und des Heiligen Geistes. Kinder Gottes sind wie Pilger auf der Reise durch die Lebenswüste nach dem himmlischen Kanaan und ihnen gibt der Lebensfürst durch Seine bedienungen und Geistesgaben frisches Wasser und das Brot des Lebens.

Im Herzen der Wüste werden sie erquickt und gelabt mit himmlischen Gaben. Die brennende Sonne macht, daß die Menschen nach einem schattenreichen Ort suchen. In einer Wüste gibt es fast keinen Schatten. Für die Kinder Israel, die durch die Wüste zogen, breitete Gott jeden Tag eine Wolke aus zum Schutze gegen die versengenden Sonnenstrahlen.

Nachts breitete Er eine Feuersaule für sie aus, um die Nacht zu erleuchten. Hitze versinnbildlicht Unterdrückung, Kampf, Mühe u,s.w. l.Petr. 4,12.

In der Lebenswüste ist Christus der Schatten für Sein Volk, wenn es bei Ihm seine Zuflucht sucht.

Joh.16,33 sagt: "In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welnt überwunden".

Laut Jesaja 32,3.4 werden diejenigen, die durch Gottes Gnaden wirklich sehend geworden sind und wachend bleiben und wirklich den Willen haben Christum zu folgen, nicht unter den Einfluß des Bösen geraten. Diejenigen. die wirklich geistliche Ohren empfangen haben, werden aufmerken, was besser ist als das Fett von Widdern, und hierdurch werden sie gehen,- von Erkenntnis zu Erkenntnis und von Licht zu Licht.

Wer Gottes Wort verachtet und Gottes Gebote nicht ehrt, Handelt sehr unvorsichtig, ist in hohem Maße unbesonnen. Solche Unvorsichtige und Unbesonnene werden das göttliche Wissen erhalten, wenn sie der Predigt des Wortes Gottes zuhören, das lebendig und kräftig ist und ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens.

Am Tage des Pfingstfestes, als der Heilige Geist ausgegossen wurde, wurden 3000 Menschen im Herzen ergriffen durch die Predigt des Petrus.

Wie unvorsichtig waren sie gewesen, der Lüge zu glauben!

Sie bekehrten sich und ließen sich taufen. Nun wurde es auch ihnen ermöglicht, sie wurden dazu befähigt, rein, die Wahrheit zu sprechen.

Laut Jesaja 44,3.4 hat Gott die Verheißung gegeben: "Denn ich will Wasser gießen auf das Durstige und Ströme auf das Dürre; ich will meinen Geist auf deinen Samen gießen und meinen Segen auf deine Nachkommen, daß sie wachsen sollen wie Gras, wie die Weiden an den Wasserbächen."

Das lebendig Wasser strömt aus dem geistlichen Felsen Christum, wie Er dies zeugte, indem Er sagte: "Wen da dürstet, der komme zu mir und trinke!" Jo. 7,37

In Offb. 22,17 steht: "und wen dürstet, der komme; und wer da will der nehme das Wasser des Lebens umsonst."

In Christum ist also das Wasser des Lebens: Er ist die Quelle und der Hauptstrom, und dieser hat vier Abzweigungen--vier Ämter--, in die das Lebenswasser strömt und aus denen es weiterströmt. Christus gibt demnach durch Seine vierfache Bedienung das Wasser des Lebens und durch Seine Apostel außerdem den Heiligen Geist und dessen Gaben. Joh.7, 38.39. "Denn es werden Wasser in der Wüste hin und wieder fließen, und Ströme im dürren Lande.Und wo es zuvor trocken gewesen ist, so sollem Teiche stehen; und wo es dürr gewesen ist, sollen Brunnquellen sein.".So lesen wir in Jesaja 35,6.7.

Trockenheit hat Unsichtbarkeit zur Folge und dadurch wird das Land zu einer Wüste. Solch eine Wüste war das Volk Israel in den Tagen Johannes des Taufers, weil viele Gott zwar mit den Lippen ehrten, jedoch nicht mit dem Herzen, Johannes wurde gesandt, um die Herzen der Juden empfanglich zu machen für den samen des Evangeliums, den der Herr Jesus ausstreuen sollte, Alle, die ihren geistlichen Durst nicht löschen könnten mit den Lehrsätzen der Pharisäer und Schriftgelehrten, erhielten die Gelegenheit, die wahre Lehre zu erfahren.

Einem dürren und trockenen Lande war ebenso das Heidentum gleich, zu dem der Apostel Paulus und andere Diener gesandt wurden, um die Heiden, die in ihrem Verstande verdunkelt waren, zu erfüllen mit der Erkenntnis des wahren Gottes, und zu erleuchten mit dem Lichte des Evangeliums; und diejenigen, die ihre Herzen diesem Lichte öffneten zu bringen in Gottes Königreich.

Jesaja 44,5 lautet: "Dieser wird sagen: Ich bin des Herrn.! Und jener wird-genannt werden mit dem Namen Jakob; und dieser wird sich mit einer Hand dem Herrn zuschreiben und wird mit dem Namen Israel genannt werden."

"Ich bin des Herrn", anders gesagt: "Ich bin des Herrn Eigentum, aus Gott geboren, wiedergeboren aus Wasser und Geist, gereinigt im Blute Christi, bekleidet mit dem Mantel der Gerechtigkeit".

Jakob war derjenige, der von seinem Zwillingsbruder die Erstgeburt kaufte. Diejenigen, die durch die Handauflegung eines Apostels des Herrn versiegelt worden sind, sind die Erstgeborenen unter den Getauften.

Israel heißt:"Kämpfer Gottes". Diesen Namen erhielt Jakob, weil er mit dem Engel des Herrn um einen Segen gerungen hatte, damit Esau, der ihm mit vierhundert bewaffneten Männern entgegenzog, nichts Böses tun sollte. l.Mose 32,Hosea 12,4.5.

Diejenigen, die des Herrn Eigentum geworden sind. müssen wider Satan und dessen Diener streiten und müssen mit Gott ringen, damit sie durch Seine Kraft bis zum Ende aushalten werden, und dem Verderben entkommen können.

Wenn wir Offb.13,16 lesen, sehen wir, daß man sich ein Malzeichen geben wird, z.ß. an die rechte Hand.

Im Grundtext Jesaja 44,5 steht, daß: "dieser sich mit seiner Hand schreibt: Ich bin des Herrn."

Dies könnte eine Anspielung sein auf den soldatischen Brauch--auch bei Sklaven--,den Namen des Feldherrn in die Hand zu tätowieren.

In Jer 31,31-33 steht die Weissagung, daß die Zeit des alten Bundes abgeschlossen werden und die Zeit der neutestamentlichen Ordnung kommen sollte.

Der alte Bund war gegründet auf den Gesetzen und Satzungen Gottes, die Er durch Mose gegeben hatte. Die Gesetze Gottes sind vollkommen und heilig, jedoch der gefallene Mensch ist nicht imstande, diese heiligen Gesetze Gottes zu vollbringen. Durch das Gesetz gibt es Erkenntnis der Sünde.

Dennoch mußte Israel versuchen, den Gesetzen Gottes nachzukommen, um vor völligem geistlichen und moralischem Untergang bewahrt zu bleiben. Die Machtlosigkeit, Gottes Gesetze vollkommen zu vollbringen, müßte für Israel ein Ansporn sein, mit wachsender Sehnsucht auszuschauen nach dem Kommen des Messias, der alle Dinge erfüllen sollte, Christus ist gekommen und Er ist allen, die Ihm gehorsam sind, eine Ursache zur ewigen Seligkeit geworden Henr. 5,9.

Nach Seiner Himmelfahrt hat Er den neuen Bund mit den Seinen geschlossen durch die Ausgießung des Heiligen Geistes, der die Nachfolger Christi mit Kraft erfüllt, um zu streiten wider die Sünde und das Reich des Satans. Durch den Geist des Herrn wird das Gesetz Gottes auf die Tafeln des Herzens der Kinder Gottes geschrieben.

In Maleachi 3,7 lesen wir: "Ihr seid von eurer Väter Zeit an immer abgewichen von meinen Geboten und habt sie nicht gehalten. So bekehret euch nun zu mir, so will ich mich zu euch auch bekehren, spricht der Herr Zebaoth. So sprecht ihr, Worin sollen wir uns bekehren.?"

Dadurch ist Israel von vielem Unheil getroffen worden. Als die dazu bestimmte Zeit angebrochen war, hat der Herrgott den ersten Bund weggenommen, um den zweiten einzusetzen. Von diesem zweiten Bund ist Jesus Christus Bürge geworden und dieses ist in vielen Verheißungen bestätigt worden.

Christus hat die Sünde vernichtet, indem Er sich selbst als Opfer darbot und Er sitzt zur Rechten Gottes. Von jenem Ort hat Er die Weissagung aus Joel 3,1.2, in Erfüllung gebracht.

Dieser Schriftstelle nach sollte Gott Seinen Geist über alles Fleisch ausgießen, wodurch Söhne und Töchter weissagen sollten. Älteste Träume haben und Jünglinge Gesichte sehen sollten.

"Über alles Fleisch" heiß über alle Menschen, ohne Unterschied von Rang und Stand, von Geschlecht, Alter und Nationalität.

Zwar steht in Jer.31,31 und 33, daß der Herrgott mit dem Hause Israel und mit dem Hause Juda einen neuen Bund machen werde. Es wird hier also nicht von anderen Völkern gesprochen. Wirmüssen jedoch bedenken, daß Gott sich besonders an Juda und Israel wendet.--Das Reich der zehn Stämme--.

Während der Regierung Rehabeams, des Sohnes Salomos, entstand Spaltung im Reiche Israels, Rehabeam behielt zwei Stämme und zwar Juda und Benjamin.

Jerobeam wurde König der übrigen zehn Stämme--Reich der zehn Stämme.

Wir müssen immer Schrift mit Schrift vergleichen, das stellt sich auch hier heraus. Solange die Zeit des alten Bundes währte, gab es zwischen Juden und Heiden eine Scheidemauer.

In jener Zeit gab es jedoch schon Heiden, die vom Götzendienst Abstand genommen hatten, um dem einzigen wahren Gott zu dienen.

Solche Heiden standen also dem jüdischen Völke sehr nahe. Im Neuen Testament werden die gottesfürchtigen Heiden laut Apg.2,11 Judengenossen genannt. Im Tempel gab es für sie den Hof der Heiden.

Gott will Seinen Geist ausgießen über Juden und Heiden.Jude und Heide werden eins in Christum. Christus hat zuerst Israel, Gottes Bundesvolk, Sein Heil offenbart.

Jedoch viele aus Israel haben das dargebotene Heil nicht begehrt und daher haben sich Gottes Gesandte an die Heiden gewandt, von denen viele sich nach dem Heile sehnten. Apg.11,18 und l3: 46-48.

Bezüglich der Heiden, die die Lehre Christi angenommen hatten, sagt der Apostel Paulus in Eph. 2,l3-15: "Nun aber seid ihr, die ihr in Christo Jesu seid und weiland ferne gewesen, nahe geworden durch daß Blut Chrisi. Denn Er ist unser Friede, der aus beiden eines hat gemacht und hat abgebrochen den Zaun, der dazwischen war, indem Er durch Sein Fleisch wegnahm die Feindschaft, nämlich das Gesetz, so in Geboten gestellt war , auf daß Er aus zweien einen neuen Menschen in ihm selber schüfe und Frieden machte."

In Apg.2, finden wir eine beschreibung der Erfüllung der Weissagung Joels 3,1.2, diese Weissagung erwähnt der Apostel Petrus in seiner Pfingstansprache; und die Erfüllung ist beschrieben in den neutestamentlichen Schriftstellen Mt.3:11; Joh.14,15-18 und 23; Joh,15,26 und Apg.1,4,5.

 
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