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APOSTOLISCH - PROPHETISCHES ZEUGNISS 10 - Apostolische-Sendungskirche

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APOSTOLISCH - PROPHETISCHES ZEUGNISS 10






APOSTOLISCH - PROPHETISCHES ZEUGNISS 10

JESUS CHRISTUS,
DER GEKREUZIGTE,
IST KÖNIG DER KIRCHE !!

Zeugnis 10.


Während der letzten der meisten unruhigen Priesterversammlungen in der Trauerzeit, wurde trotz heftigen Widerstandes beschlossen, den für den 17 Januar 1897 angekündigten heiligen Berufungsgottesdienst in völliger Übereinstimmung mit den im Schwarzschen Manuskript enthaltenen Weisungen zu halten : Apostel Krebs sollte den Herrn um einen Apostel für Juda bitten.

Es sollten am 13 Januar, am Fastentag zur Vorbereitung auf diesen Berufungsgottesdienst, in allen Gemeinden Gebetsstunden stattfinden.

Am 17 Januar 1897 versammelten sich die Gemeinden und Priester von Juda mit den Aposteln Krebs und Ruff.

Auch Niehaus, Propheten und andere Diener aus Deutschland waren in Amsterdam.

Der Amsterdamer Hirte Meinders leitete diesen Gottesdienst. Schon unmittelbar nach der feierlichen Eröfnung dieses Dienstes verstärkte der Herr Seine Getreuen mit einem Wort der Prophetie. Durch Prophetenmund sprach der Herr durch den Heiligen Geist:

"Ich, Jesus, bin herniedergefahren und wandele mitten unter euch. Ich bereite mein Roß. Sehet und anschauet mich, was ich tun will. Ich, der Herr, wilt Juda leiten."

Niehaus sprach ein Wort zur Vorbereitung und Heiligung:

"Aller Mund solI verstummen und Gottes Urteil ihn treffen, der sich untersteht, etwas bervorzubringen, was nicbt von Gott ist. Die Gemeinde soll stille sein, die Propheten werden reden. Alle finsteren Mächte sind jetzt gebunden, wie der Herrgott heute Morgen gezeigt hat. Und jetzt sage ich euch im Namen Gottes: So jemand es wagt, ein Wort hervorzubringen, das nicht aus Gott ist, wird ihn der Donner des Allmächtigen treffen. Amen!"

Nach diesem Wort der Ermahnung kniete der Apostel Krebs. Er bat den Herrn, den König der Kirche, durch den Heiligen Geist einen Apostel für Juda zu berufen. Sein erstes und auch zweites Gebet blieben ohne göttliche Antwort. Zum dritten Male betete er:

"Hast Du, Herr, auch einen Mann unter den Diakonen, der Dir als Apostel für den Stamm Juda dienen solI?"

Hierauf kam durch den Mund des Propheten VLeck von Amsterdam die göttliche Antwort:

"Ich wilt mein Diakonenamt erhöhen. Mein Knecht van Bemmel solt es sein, der Juda zubereiten wird. Amen."

Während dieser Äußerung sah einer der deutschen Propheten ein Gesicht. Er sah im Gesicht den Herrn mitten unter den Priestern stehen. Jesus nahm die Hand des Apostels Krebs, die Er mit Seiner eigenen Hand auf den Kopf des Diakon van Bemmel legte. Jesus verharrte einen Augenblick. Zusammen, Jesus und Apostel Krebs, führten sie van Bemmel zum Stuhl des entschlafenen Apostels von Juda. Dann verschwand das Gesicht. Nachdem er das Berufungswort gehört hatte, betete der Neuberufene:

"Oh, Gott, daß Du mich zu solch einem schweren Werk berufen hast. Dazu bin ich zu schwach und habe eine zu geringe Erkenntnis. Und wer wird mich annehmen? Oh Gott, ist's möglich, nimm dieses Joch von meinen Schultern und lege es einem anderen auf. Aber nicht mein Wille, sondern Dein Wille geschehe, oh Herr."

Unmittelbar nach dieser Bitte sprach der Herr:"Ich, der Herr, wilt dich, meinen Sohn, den ich liebe und nach meinem göttlichen Willen und Wohlgefallen erwählt habe, umfangen. Siehe auf mich, deinen Herrn, und ich will dir Weisheit geben, soviel du bedarfst. Ich will dir zur Seite stehen, da, wo dir Kraft fehlt. Ich dein Gott, will dich umringen, gleichwie ich meinen Knecht an dieser Stätte umringt habe. Fürchte dich denn nicht, mein Knecht, bin ich nicht der ich sein werde? Amen.".

Anschließend wandte sich der Herr durch den Heiligen Geist an den Stamm Juda:"Mein Volk von Juda, ich, Jesus, sage euch: Laßt euch von diesem, meinem Knecht leiten. Ich will ihm Weisheit geben und ich will zeigen, daß er mein berufener Knecht für Juda ist. Amen."

Diese Auswahl aus den vielen Worten der Prophetie, mit denen der Herr Seinen in der Berufungsweissagung ausgedrückten Willen oftmals bestätigte, reicht für den wirklich Gläubigen.

Die Apostel begrüßten den neuberufenen Apostel von Juda und nahmen ihn mit Handschlag und Bruderkuß in den Kreis der Apostel auf.

Krebs sprach hierbei:"wir nehmen dich, lieben Bruder, als den für den Stamm Juda berufenen Apostel in den Kreis der Apostel auf und an, im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen."

Am selben Abend noch wurde der Neuberufene von den Amtsbrüdern zum Apostelamt ausgesondert und geweiht. Juda hatte wieder einen Apostel empfangen, so daß die Notwendigkeit der brüderlichen Stellvertretung zur Abwicklung der dringendsten Amtsgeschäfte des Apostolats in Juda durch Krebs nunmehr aufgehoben war.

Der Herr hat die Berufung des Apostels van Bemmel nicht nur durch die Berufungsprophetie selbst, sondern durch weitere Offenbarungen des Heiligen Geistes, wie Gesichte und Weissagungen, bestätigt.

Die beiden deutschen Apostel, die es Januar 1897 noch nicht wagten, das Prophetenamt und das Wort des Heiligen Geistes zum Schweigen zu bringen, hatten ihn in ihrer Mitte als Apostel akzeptiert. Ganz Juda hatte van Bemmel aus des Herrn Hand angenommen.

Der Herr bestätigte die Sendung des jungen Apostels genau so, wie Er in den vorhergegangenen Jahrzehnten das Werk des Apostels Schwarz bestätigt hatte. Es offenbarten sich die Gaben des Heiligen Geistes in den vom Herrn durch ihn versiegelten Gläubigen.

Durch die Hände dieses Apostels heilte der Herr Jesus viele Kranke. Aber auch in der Ausführung der dem Apostelamt obliegenden Aufgaben bestätigte der Herr, daß van Bemmel Sein wahrer Apostel war.

Unmittelbar nach Aufnahme seiner Amtstätigkeit war es offensichtlich, daß Apostel van Bemmel auch nicht im Geringsten von der Krebs'schen Irrlehre angesteckt worden war und sich vom Druck seitens seiner deutschen Amtsbrüder nicht einschüchtern ließ.

Mit dem Mut und der Kraft eines jungen Löwen blieb er beständig in der Lehre der Schrift, wie er sie von Apostel Schwarz empfangen hatte. Fest entschlossen, nur dem Herrn Jesum, seinem Sender zu gehorchen, hielt er sie aufrecht. Die vom Herrn jahrelang zuvor über Juda und das Werk Gottes in den deutschen Stämmen angekündigten Gerichte sollten sehr schnell vollzogen werden.

Da der junge Apostel das Wort Gottes in seinen Predigten und Schriften sehr scharf schnitt und das von Gott seinem Apostel Schwarz geoffenbarte Gesetz ungeändert verkündigte, traten die scharfen Gegensätze offen zutage.

Der unter van Bemmel dienende Evangelist de Vries - der sich für die Gebetsstunde vom 13.01.1897 mit einer Lüge hatte entschuldigen lassen - setzte die Verkündigung der Krebs'schen Irrlehre fort und stiftete unzumutbare Verwirrung unter den Gläubigen.

Es leuchtet ein, daß de Vries und Kofman den für Juda keineswegs zuständigen Apostel von Ephraim laufend über die unerschütterliche Haltung des Apostels van Bemmel und dessen Entschlossenheit, bei der ihm von den englischen Aposteln und Schwarz überkommenen biblischen Lehre zu beharren, unterrichteten.

Krebs sandte van Bemmel einige anfangs ermahnende, dann tadelnde Briefe, in denen er van Bemmel vorwerfen wollte, daß dieser ihm, Krebs! untreu sei.!

In seiner Verblendung, seinem Hochmut wollte er sich sogar als Sender seiner Amtsbrüder und der anderen Priester aufspielen. Er behauptete, alle Amtsträger mußten ihr Amt und die Geheimnisse des Heiligen Geistes aus dem Apostolischen nehmen und deshalb in enger Verbindung mit diesem Amt stehen.

Apostel van Bemmel erwiderte, daß gerade er, Krebs es sei, der nicht in der Lehre des Apostels Schwarz geblieben war.

Stimmte die Krebs'sche Ansicht, so müßte dieser seine eigenen wahrheitswidrigen Behauptungen zunächst auf sich selbst anwenden! Denn nach der Krebs'schen Auffassung hätte dieser sein Amt nicht vom Herrn Jesum Christum, sondern aus dem Schwarz'schen Apostelamt empfangen, aber war nicht in der Lehre dieses Apostels geblieben.

Der Zwiespalt in der Amsterdamer Gemeinde wurde bald unerträglich. Apostel van Bemmel sah sich gezwungen, de Vries von seinem Amt zu suspendieren.

Am 28 Februar 1897, sechs Wochen nach seiner Berufung, erhielt Apostel van Bemmel ein Schreiben von Krebs, der ihn unbefugterweise aus seinem Apostelamt zu suspendieren versuchte. Hiermit erfüllten sich des Herrn Worte der Prophetie uber Ephraim. Die vom Abfall in den Reihen Judas verursachte Verwüstung war schrecklich. Die Zahl der treuen Nachfolger, die den Grundsätzen der ersten Kirche Christi, der Lehre der englischen Apostel und des Apostels Schwarz treu bleiben wollten, war nicht sehr groß.

Treu blieben größere Teile der Amsterdamer, Enkhuizer und die Haarlemmer Gemeinden, dazu kamen noch einzelne Personen und Familien außerhalb dieser Gemeinden.

Da sich der Enkhuizer Hirte T.Korff besonders um die Errettung seiner vollständigen Gemeinde bemüht hatte, erfolgte die Trennung hier fast ein halbes Jahr später. Obwohl der getreue Überrest geistlich furchtbare Zeiten erleben mußte, gab es für die Getreuen einen überschwenglichen Trost.

Im Laufe dieser Jahre stellte es sich immer wieder heraus, daß das vom Herrn durch den Heiligen Geist in den Gemeinden gesprochene prophetische Wort sehr fest war.

Der Heiland hatte alles zuvor gesagt, bevor der Kampf zwischen dem Licht und der Finsternis ausgebrochen war. Diese Tatsache war für die Gläubigen einer der Beweise, daß das Apostolisch-Prophetische Zeugnis ein wahrhaftiges Gotteswerk ist.

Apostel van Bemmel veröffentlichte eine vom Haarlemer Hirten Verkruisen verfaßte Schrift, die eine wahrheitsgemäßte Darlegung der Ereignisse und Tatsachen jener Tage enthalt: "Die wahre Ursache der Spaltung".

In ihr findet man auch den Wortlaut vieler Worte der Prophetie, die der Herr in dieser Periode in einigen Gemeinden geschenkt hatte. In diesen Worten offenbarte der Herr die kommenden Ereignisse, und mit ihnen wollte Er Seine Kirche ermahnen und warnen.

Paulus schreibt jedoch in bezug auf die Weissagung, 1 Kor.14:22, daß sie wohl den Gläubigen, aber nicht den Ungläubigen zum Zeichen ist. Alle, die der Krebs'schen Irrlehre nachgefolgt sind, erhielten diese Broschüre. Im Licht des gerade zitierten Pauluswortes braucht man sich nicht zu wundern, daß dieser Versuch, die aus der Wahrheit gefallenen Brüder und Schwestern zu ihr zurückzuführen, nahezu ergebnislos bleiben mußte.

Apostel van Bemmel hatte noch längere Zeit versucht, Krebs zur Aufgabe seiner Irrlehre zu bewegen. Daß seine Briefe um der Wahrheit willen bisweilen ziemlich scharf gefaßt waren, leuchtet ein. Die einzige Reaktion war eine Schrift der Abgefallenen: "Keine Spaltung, sondern Abfall".

In Worten der Prophetie lehrte der Herr, daß der Satan in Ephraim gefahren war, und daß Er Seinen Heiligen Geist von Krebs und dessen Nachfolgern genommen hatte.

Nach dem Abfall der deutschen Stämme und eines Teiles der niederländischen Apostolischen war Juda noch nicht vollkommen gereinigt. Aber Juda führte den Glaubenskampf weiter und verzagte nicht.

Die Gottesdienste wurden auch von Personen besucht, die sich noch nicht für oder gegen den Herrn entschieden hatten. Auch kamen welche mit weniger ehrlichen Absichten.

Daß diese Schwierigkeiten die Verkündigung des Zeugnisses nicht unerheblich bremsten, dürfte einleuchten. Außerdem sahen die gläubigen und ungläubigen Niederländer zwei Kirchen, die sich apostolisch nannten, obwohl sich die Neuapostoliker eine neue Bezeichnung zugelegt hatten.

Verwechslung war die unausweichliche Folge.

Um die ]ahrhundertwende traf Juda abermals ein Schlag, denn nahezu die ganze Haarlemer Gemeinde fiel mit ihrem Hirten, der einen fehlbaren Christus zu lehren angefangen hatte, ab. Er starb 1905; seine Angehörigen und Diakone leiteten die Gemeinde, bis sie 1913, sei es unvollständig gereinigt, wieder zu Juda zurückfand.

1915 wurde J.W.Verkruisen zum Hirten dieser Gemeinde berufen. Sie sollten 1931, wegen der selben Irrlehre wie um 1900, abermals abfallen. Ein Teil blieb dem Herrn und Juda treu und bildete eine kleine Gemeinde. Trotz des sehr harten Glaubenskampfes schenkte der Herr dem Stamm Gedeihen. Allmählich wurde die Zahl der Versiegelten größer und der Herr berief die füir die neu entstehenden Gemeinden erforderlichen Priester.

Am 11 ]uli 1920 berief der Herr den bereits in einer untergeordneten diakonalen Aufgabe tätigen Bruder Alder Jan Korff zum Evangelisten für die Amsterdamer Gemeinde. Noch im Jahre 1924, vor dem Tod des Apostels van Bemmel, der 1925 entschlief, besuchte dieser Evangelist die Schweiz. Der 1927 zum Evangelisten für die Haarlemer Gemeinde und 1928 für Gottes Werk in Schweden und Norwegen berufene Bruder Eichenberger begleitete ihn. 1928/29 empfingen einige Schweizer in Amsterdam die Heilige Versiegelung durch Apostel Kalwij.

Kurz vor seinem Tode empfing Apostel van Bemmel aus dem Ausland Briefe von Personen, die anfangs Krebs und dessen Dienem nachgefolgt, aber inzwischen zur Einsicht gekommen waren und zum alten Bekenntnis der Wahrheit zurückkehren wollten. Sie hatten vom fortgesetzten Werk Gottes gehört.

Frühjahr 1926 stellte der spätere Evangelist Eichenberger den persönlichen Kontakt mit den Suchenden in Braunschweig her.Juli 1926 begab sich der Amsterdamer Evangelist A.J.Korff nach dieser Stadt, wo er die Brüder und Schwestern auf die Versiegelung vorbereitete. Oktober 1926 wurden sie durch Apostel Kalwij versiegelt.

Am 26 Februar 1925 entschlief unerwartet der Apostel von Juda, M.van Bemmel. Er war 63 ]ahre alt geworden und hatte dem Herrn 28 ]ahre im Apostelamt gedient. Mit Gottes Hilfe durfte er Juda trotz vieler geistlicher Stürme vor dem schleichenden Gift falscher Lehren bewahren. Da es keinen Apostel mehr gab, leiteten der Evangelist A.J.Korff und der Hirte Rijnders, beide von der Amsterdamer Gemeinde, den Stamm für die Dauer der 12 wöchigen Trauerzeit.

Am 21 Mai 1925, Christi Himmelfahrt, berief der Herr durch den Heiligen Geist den Amsterdamer Bruder J.G. Kalwij, bis dahin Diakon-Evangelist, zum Apostel von Juda.

Apostel Kalwij wurde während des Nachmittagsgottesdienstes durch Handauflegung aller anwesenden Priester zum Werk des Dienstes ausgesondert.

Während eines Berufungsgottesdienstes in Amsterdam berief der Herr am 15 August 1928 den Amsterdamer Evangelisten A.J.Korff zum Apostel für den deutschen Stamm Isaschar. Am selben Abend wurde Bruder H.Trolldenier zum Hirten für die Braunschweiger Gemeinde berufen. Am. 7 November 1928 wurde der Apostel von Isaschar zu seinem Amte ausgesondert.

Der neuberufene Hirte hatte die kleine Braunschweiger Schar im Auftrag seines apostolischen Vorgesetzten -(Niemeyer)- als Vorsteher geleitet. Schon Jahre vor dem Kontakt mit Juda hatte er sich mit seiner Gemeinde von den Neuapostolikem getrennt. Als Frucht des kirchlichen Unterrichts, der Gespräche und des Briefwechsels mit A.J.Korff sowie der Schrift kam Trolldenier zur Überzeugung, daß er sein Amt von Menschen und nicht von Gott empfangen hatte. Er war konsequent, legte sein von Menschen empfangenes Amt nieder und stellte sich unter die Ordnung Gottes.

Hier gilt das Schriftwort, daß der Herr erhöht, wer sich vor Ihm demütigt und in eigenen Augen gering ist. Infolge jahrelanger schwerer Krankheit seiner Frau konnte sich der Apostel von Isaschar vorlaufig nicht in Deutschland niederlassen. Er mußte sich auf regelmaßige Besuche und schriftliche Kontakte beschränken.

Als sich Apostel A.J.Korff 1935 wieder einmal in Deutschland befand und einige der im Harz wohnenden Brülder und Schwester besuchen wollte, wurde er von der Geheimen Staatspolizei ( GESTAPO) verhaftet.
Er hatte sich in seinen Lehrbriefen staatsfeindlich geäußert.

A.J.Korff hatte vor dem Rosenberg'schen Buch "Mythos des 20. Jahrhunderts" gewarnt und das Sterilisationsgesetz mißbilligt. Im Gefängnis wurde er von zwei höheren Polizeibeamten vernommen. Mit ihnen sprach der Apostel sehr offenherzig über das Apostolisch- Prophetische Zeugnis. Die Folge war, daß sich diese beiden Männer sehr fur seine Freilassung einsetzten. Ihre Bemühungen wurden einige Tage später von Erfolg gekrönt. Seine Ausweisung konnten sie leider nicht verhindern. Er durfte Deutschland vorläufig nicht mehr betreten. Bis 1948 konnte er nur durch Briefe und schriftliche Predigten mit den deutschen Brüdern und Schwestern in Verbindung stehen.

Die Gefangennahme und die Freilassung dieses Apostels hatte der Herr in einigen Worten der Prophetie vorhergesagt. Diese Worte wurden auf wunderbare Weise erfüllt.

August 1929 berief der Herr den in den Vereinigten Staaten wohnenden Bruder G. van der Beek, Bruder des Enkhuizer Hirten, zum Apostel für den Stamm Naphthali, Nordamerika. Der Neuberufene kam mit seiner Frau nach Holland, wo er zu seinem Amt ausgesondert wurde. Dieser Apostel besuchte die in den Staaten wohnenden Apostolischen regelmäßig. Seit vielen Jahren gibt es mit ihm keinerlei Kontakt mehr; er ist schon sehr alt geworden.

Auf des Herrn Befehl verfaßte der Amsterdamer Prophet van Bemmel 1937 ein schriftliches Zeugnis, bestimmt für Königin Wilhelmina der Niederlande. Auf diese Weise wollte ihr der Herr die bevorstehenden Wehen, die über das Königshaus und die Niederlande kommen sollten, zeigen. Das Zeugnis enthielt Worte der Prophetie; in den Jahren ab 1938 in Erfüllung gegangen.

Als die deutschen Truppen - am l 0. Mal l 940 - in die Niederlande einmarschierten und das fast völlig unbewaffnete Land überrumpelten, mußte das Königshaus nach England fliehen.

Am 13 Juli 1938 verließ der am 2 Pfingsttag, am 1 Juni 1936, vom Herrn zum Apostel für Benjamin berufene Bruder C. Spies, Amsterdam, um sich in seinem Stammgebiet Südafrika niederzulassen. Der Heilige Geist hatte das Wort der Berufung durch den Mund des Haarlemer Propheten J. Ossebaar gesprochen. Am 17 Juni l 936 war dieser Apostel von Apostel Kalwij zu seinem Amt ausgesondert worden.

 
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