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APOSTOLISCH - PROPHETISCHES ZEUGNISS 7 - Apostolische-Sendungskirche

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APOSTOLISCH - PROPHETISCHES ZEUGNISS 7






APOSTOLISCH - PROPHETISCHES ZEUGNISS 7

DAS ZEUGNIS BREITET SICH AUS

Zeugnis 7.


1868 berief der HErr den ehemaligen Pfarrer Menkhoff zum Evangelisten für Isaschar in Deutschland.

Er war Deutscher und wurde in Wallenbrück als Sohn eines Schmiedemeisters geboren. 1848 schloß er seine Missionarsausbildung ab.

Weil er körperlich behindert war, war es ihm nicht vergönnt, zu den Heiden zu gehen. Er wurde deshalb reisender Evangelist in der damals ärmsten niederländischen Provinz Drente. Später wurde er Pfarrer in Ouderkerk bei Amsterdam. In Ouderkerk heiratete Menkhoff . In Amsterdam wurde er mit dem Apostolisch-Prophetischen Zeugnis und mit Schwarz bekannt. Anfangs hat auch er die für ihn neue, ihrem Wesen nach so alte und schriftgemaße Lehre der Heiligen Schrift bekämpft. Menkhoff befaßte sich trotz allem mit dem Inhalt des Zeugnisses. Im Laufe der Zeit fing er an, die Armut der Kirche des Herrn immer stärker zu empfinden bis er einsah, daß der Herr Sein Werk an und in Seiner Kirche durch die Kraft des Heiligen Geistes nunmehr der Vollendung entgegen führen wollte. Menkhoff gab seinen Widerstand auf und wurde ein treuer Zeuge Seines Herrn und Meisters.

Als ihn der Herr für Deutschland berufen hatte, gab er seine sichere Pfarrstelle auf. Mit Frau und Kindern reiste er nach Bielefeld, wo er sich niederließ. In und bei dieser Stadt war Menkhoff durch seine frühere Reisetätigkeit als Evangelist bekannt. Auf kirchlichen Festen und bei anderen Gelegenheiten hatte er, da er ein beliebter Sprecher war, häufig gepredigt. Mehr als einmal hatte man ihm in dieser Gegend Pfarrstellen angeboten.

Nachdem Menkhoff zur Ausübung des Evangelistenamtes, wozu ihn der Herr selbst berufen und gesandt hatte, in diese Gegend zurückgekehrt war, wurde er von den selben Menschen verworfen. Er war bei den Menschen wegen seines ehrlichen Charakters und Mitleides mit den Armen und Unterdrückten bekannt. Sonn- und Wochentags besprach er nach Ablauf der Gottesdienste und
Versammlungen seine Predigten und Vorträge mit den Zuhörern.

Einer seiner treuesten Besucher hieß Hermann Niehaus, der später eine für das Werk des Herrn und die reine Wahrheit Gottes so schädliche Rolle spielen sollte.

Schon damals zeigte sich bei Niehaus eine Gesinnung, die dem Wahrheitszeugnis Jahrzehnte später sehr schaden sollte. Wir meinen, seine Neigung zur Menschenverherrlichung, so typisch für die in den neunziger ]ahren des neunzehnten Jahrhunderts in Deutschland entstandene Neuapostolische Kirche und die daraus hervorgegangenen Gemeinschaften.

1869 konnte Schwarz nach Bielefeld kommen, um den ersten Gläubigen nach einem entsprechenden Gebet und unter Handauflegung die Heilige Versiegelung, die Taufe mit dem Heiligen Geist und mit Feuer, darzureichen. In lsaschar gab es damals noch keinen Apostel. Schwarz blieb einige Zeit, hielt Vorträge, leitete Gottesdienste und segnete den in dieser Zeit zum Diakon gewählten Niehaus ein.

Die Haltung der Bevölkerung gegen Menkhoff war sehr feindselig. Wiederholt wurde versucht, ihn zu verprügeln, aber immer wieder konnte er aufwunderbare Weise entkommen. Seine Gattin unterstützte ihn und trug mit ihm Armut, Verachtung, Spott und Hohn der Menschen bis sie der Herr Ende der achtziger Jahre in Seine Ruhe fuhrte.

1872 berief der Herr den Evangelisten Menkhoff zum Apostel für lsaschar. Niehaus wurde im selben Jahr zum Evangelisten berufen. Obwohl es nicht selten so aussah, als ob das Wirken des Apostels und seine Aufopferung vergebens waren, breitete sich das Werk des Herrn aus. In Bielefeld und anderen Orten entstanden Gemeinden.

Menkhoff war der erste Herausgeber des Monatsheftes "Der Herold", das 1884 erstmalig erschien.Die, von Menkhoff verfaßten Artikel stellten seine Weisheit und Schrifterkenntnis unter Beweis.

Nach dem Tode seiner Gattin alterte Menkhoffschnell; er wurde später sogar blind.

Der inzwischen zum Engel oder Aufseher berufene Niehaus mußte ihn in der Ausführung seiner nichtapostolischen*) Aufgaben vertreten. Als auch sein Gehör sehr stark nachließ, war er außerstande, die Gottesdienste zu leiten. Er hatte den ihm von Gott aufgetragenen Teil des Werkes des Herrn vollbracht. Er hatte das Apostolisch-Prophetische Zeugnis von Juda nach lsaschar übergepflanzt. Unter viel Tränen und Widerwärtigkeiten hatte er treu den guten Samen des Herrn ausgestreut, und als Frucht seines Apostolats waren in Isaschar 16 Gemeinden entstanden. Am 20.Juni 1895 nahm ihn der Herr hinweg.

Niehaus war schon seit einiger Zeit der Stellvertreter für Menkhoff, nämlich für die Erfüllung der Aufgaben,. die nicht ausdrücklich dem apostolischen Amt vorbehalten sind. In Amsterdam hatte der Herr Seinen diesbezüglichen Willen geoffenbart und Apostel Schwarz hatte ihn den deutschen Amtsbrüdern mitgeteilt. Die betreffende(n) Offenbarung(en) sind heute noch kontrollierbar.

*) Der Evangelist mußte den Apostel Menkhoff in der Ausführung seiner Aufgaben vertreten, die nicht an das Apostelamt gebunden sind: z.B. die Spendung der Heiligen Wassertaufe, die Bedienung des Heiligen Abendmahles, die Sündenvergebung.)


DUNKLE WOLKEN ÜBER EPHRAIM.


Der geistliche Zustand der deutschen Stämmen in den Jahren 1890 bis 1895 ist uns fast nur durch die oft entstellten Schriften der N.A.K. bekannt. Eine Probe sei hier wiedergegeben.

In "Alte und Neue Wege" lesen wir - Seite 356 der niederländischen Fassung: "Aber nun hatte der Feind während der Zeit der großen körperlichen Schwäche und Krankheit des Apostels Menkhoff und durch falsche Geister alles zu verderben und zu zerstören versucht. Das zeigte sich nach den damaligen sogenannten, aber hochmütigen Propheten, in denen der Versucher lange Zeit gewirkt und wobei er von der Schwäche des kranken Apostels einen listigen Gebrauch gemacht hatte. Dadurch wurde fast die Hälfte der versammelten Schar verführt und dem Herrn gestohlen. "

Obwohl wir die wirklichen Hintergründe des hier gemeinten Streites nur erraten können, steht es wohl fest, daß sie mit den unten beschriebenen Ereignissen in direktem Zusammenhang stehen.

1866 wurde Fritz Krebs vom Herrn zum Priesteramt für Braunschweig berufen. Nach dem Tod des Apostels Preuß von Ephraim, zu dessen Stammgebiet auch Braunschweig gehörte, wurde der Apostel von Isaschar Menkhoff nach Ephraim eingeladen. Er sollte den Stamm Ephraim bis zur Berufung eines neuen Apostels beschützen und ihm eine Hilfe sein.

Während eines Berufungsgottesdienstes. beigewohnt von den Aposteln Schwarz, Menkhoff und Hohl - 27.6.1880 - berief der Herr durch den Heiligen Geist Fritz Krebs zum Apostel für Ephraim, zum Nachfolger des verstorbenen Preuß.

Dieser Berufungsgottesdienst wurde in Osterode/Harz gehalten. Die prophetischen Bezeichnungen sprach der Heilige Geist durch den Dienst des Propheten Hugo und des Apostels Hohl aus. Die Aussonderung zum Apostelamt mußte verschoben werden. Sie erfolgte 27 Juli 1880 durch den Dienst des Apostels Menkhoff und abermals waren die Gläubigen dazu in Osterode versammelt.

Krebs, der anfangs seinem Herrn und Sender treu und mit großem Eifer gedient hat, sollte später hochmütig werden. In den neunziger Jahren konnte er einen von ihm gehegten Wunsch zu verwirklichen anfangen.

Wir meinen seine schriftwidrige Idee der sogenannten "Aposteleinheit" AIs Menkhoff für die Erfüllung seiner apostolischen Aufgaben zu schwach geworden war, und Niehaus nur die untergeordneten Aufgaben erfütillen durfte, übernahm Krebs auch die apostolischen Pflichten seines Bruders im Apostelamt.

Die Propheten und die Gläubigen, die dem Herrn dienten und nachfolgten, aber auch am prophetischen Wort festhalten wollten, wehrten sich gegen die unbiblischen Krebs'schen Bestrebungen und weigerten sich, sich diesem Apostel eines anderen Stammes zu unterwerfen. Die Propheten waren also nicht hochmütig ,- sie konnten und durften sich nicht mit der Krebs'schen Irrlehre in bezug auf die Stellung des apostolischen Amtes einverstanden erklären.

Krebs war in jeder Hinsicht ein wahrer Riese. Er war sehr überzeugt von seinen besonders guten organisatorischen und Führungseigenschaften. Bei den Priestern und Gläubigen, die diese Fähigkeiten höher als den unbedingten Gehorsam an Gottes Wort bewerteten, gewann er ein sehr hohes Ansehen.

Die Apostel Schwarz, Menkhoff und Preuß hatten die Heilige Schrift, die Worte des Herrn und die uns hinterlassenen Worte der Apostel im Neuen Testament, immer als ausschlaggebend und einzigen Prüfstein der Wahrheit und des Glaubens anerkannt und ausdrücklich bekannt.

Krebs und dessen rechte Hand Niehaus lehrten, daß die Worte lebender Apostel einen genauso hohen Wert hätten wie die der ersten und vor neunzehnhundert Jahren entschlafenen Apostel, die wir in der Bibel finden.

Vorausgesetzt, daß solche Worte eine Prüfung mit der Heiligen Schrift bestehen können und mit der Bibel übereinstimmen, ist diese Ansicht richtig.

Die Apostel des ersten Jahrhunderts haben die Worte des ewigen Lebens unmittelbar aus dem Mund der Wahrheit, des Herrn Jesus Christi, Paulus und Barnabas aus dem Mund der Augen- und Ohrenzeugen empfangen.

Weder die englischen Apostel noch Schwarz und Menkhoff haben auch nur im geringsten anders als die Schrift gelehrt oder lehren wollen. Der einzige und sehr wesentliche Unterschied zwischen der K.A.K. und der Apostolischen Sendungskirche war das fortbestehende Apostolat.

Der Heilige Geist sollte die Apostel alles lehren und erinnem alles des, was ihnen der Heiland gesagt hatte. Jesus hatte ihnen noch viel zu sagen, aber sie konnten es noch nicht alles tragen. Der Herr wollte es ihnen später sagen; der Heilige Geist sollte sie in alle Wahrheit leiten. Wenn des Herrn berufene Apostel vom Heiligen Geist erleuchtet und geleitet werden, so wird Gott, der ja unveränderlich ist, durch den Geist der Wahrheit kein anderes Licht schenken als anfangs.

Denn der Heilige Geist wird niemals auch nur den kleinsten Buchstaben oder Tüttel der von Jesum und den ersten Aposteln verkündigten Lehre ändern.

Krebs und dessen Anhänger begannen sich allmählich zu erheben über die Heilige Schrift, verließen den festen Grund der Wahrheit und kamen von einem zum anderen Irrtum.

Sie kehrten die göttliche Ordnung um.

Nicht sie unterwarfen sich dem Wort Gottes in der Schrift, sondern Gottes Wort mußte sich ihnen anpassen.

 
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